Plovdiv, Zagra und das gesamte Tal des Meriç-Flusses
wurden 1663 erobert. Nach der Eroberung von ĺstanbul im
Jahr 1453 durch Sultan Mehmet der Eroberer endete die
Existenz von Byzanz, die Neuzeit löste damit das
Mittelalter ab.
Die Osmanen setzen sich im Laufe der Zeit im Westen mit
den Serben, den Bulgaren, den Ungarn und den Veneziern
auseinander. Auch das Österreichisch-Ungarische
Kaiserreich, die Spanier, die Engländer, Polen,
Frankreich, Russland und nicht zuletzt der Vatikan
standen auf der Liste der Gegner. Die Staaten der
Akkoyunlu, Timuriden, Mameluken, Safawiden und
Karamanoğulları waren die Gegner im Osten. Die Osmanen
konnten ihre Existenz bis zum 20. Jahrhundert aufrecht
erhalten. Das osmanische Reich erstreckte sich auf drei
Kontinenten, denn Sultan Selim "Yavuz" eroberte Ägypten,
woraufhin das Kalifat an die Osmanen überging.
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prunkvolle Osmanische Zeit |
Gruft von Sultan Mahmut |
Die Grenzen des Staates reichten zur Zeit Süleyman des
Gesetzgebers (des Prächtigen) von der Krim im Norden bis
nach Jemen und Sudan im Süden, bis in das Innere des
Irans und bis zum Kaspischen Meer im Osten, bis nach
Wien im Nordwesten und bis nach Spanien im Südwesten.
Ab dem 16. Jahrhundert verlor das Osmanische Reich
zunehmend seine militärische und auch seine ökonomische
Überlegenheit an die europäischen Staaten. Im 19.
Jahrhundert bemühte man sich mit Reformen vergeblich,
den einsetzenden Zerfallsprozess des Reiches zu
verhindern. Immer mehr Christen lösten sich durch die
Gründung eigener Staaten vom osmanischen Reich ab. In
die Regierungszeit von Abdülhamit II fiel die erste
Konstitution (Meşrutiyet 1876) , die hier erarbeitete,
im westlichen Sinn erste Verfassung zeigte aber keine
positiven Auswirkungen. Diese Verfassung wurde von den
intellektuellen „Jung-Türken“ dem Sultan aufgezwungen.
Dieser nahm den Osmanisch-Russischen Krieg von 1877 – 78
als Anlass, das Parlament zu schließen und somit die
fand die konstitutionelle Periode ein schnelles Ende.
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Der Wasserspeicher "Yerebatan" |
Auf dem Bosporus |
Die Jung-Türken bildeten als Oppositionsbewegung die
"Partei für Einheit und Fortschritt" und deklarierten
ein zweites mal (1908) die Konstitution, als sie am 31.
März die Herrschaft als Folge eines Aufstands selbst
übernommen hatten.
Das osmanische Reich sah sich indessen neuen Sorgen und
Kriegen gegenüber. Eine Ein-Parteiendiktatur der Partei
für Einheit und Fortschritt wurde durch die Niederlagen
im libyschen Krieg mit Italien (1911 - 1912) und im
unmittelbar danach ausbrechenden Balkankrieg (1912 -
1913) ermöglicht. Den endgültigen Niedergang des
Reiches besiegelte der Erste Weltkrieg (1914 – 1918).
Bei der zum Kriegsende erfolgten Annahme des
Waffenstillstandsabkommens von Mondros besetzten
Russland, England und Griechenland Teile des osmanischen
Reiches.
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| Der Nationale Befreiungskrieg
(1919 – 1923) |
Das Friedensabkommen von Lausanne
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