Istanbul – Randnotizen und Lückenfüller
von Peter Kaiser -
Antalya
Ruhe-Paradies Teegarten
Wenn es nachmittags
heiß ist, ziehen sich die Istanbuler für ein Gläschen
Çay in die Teegärten zurück. Sehr hübsch ist der
unterhalb des Topkapi-Palasts, im Gülhane Park.
Empfehlenswert sind auch die Teegärten rund um das
Tophane-Viertel, in denen auch Liebhaber von
Wasserpfeifen auf ihre Kosten kommen.
Die
besten Profiterols
Die Profiterols von
der Konditorei Inci gelten seit über 40 Jahren als die
besten der Stadt. Es ist ein winziger Laden, in dem man
nur kurzzeitig
sitzen kann, da die nächsten Kunden schon auf einen
Platz warten. Istiklal Caddesi 124, Beyoglu
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Die besten Profiterols des Orients |
Es geht auch noch gemütlich zu - in Istanbul |
Kartoffeln mit Panoramablick
Direkt am Bosporus
liegt das Vergnügunsviertel Ortaköy mit seinen vielen
Teegarten, Bars und Fischrestaurants. In der
Nebenstrasse der griechischen Orthodoxenkirche reihen
sich die Stände nebeneinander, die für rund 3-4 Euro
monsterartige Ofenkartoffeln (türkisch: Kumpir)
aushöhlen und mit allem füllt, was Sie wünschen: Oliven,
Wurst, Gurken, Hühnchen, Gemüse... Nehmen Sie einen
leckeren Imbiss mit und gehen Sie entlang der
Kunsthandwerkstände vorbei bis zu einer Bank am Wasser.
Dort hat man einen der schönsten Blicke Istanbuls auf
den Bosporus.
Gründungslegende Istanbuls
Vor 2600
Jahren zog der König Byzas von Megara aus, um eine neue
Kolonie zu gründen. Zuvor befragte er den Orakel von
Delphi, wo er diese Kolonie errichten sollte.
Die
immer, antwortete das legendäre Orakel äußerst
rätselhaft: „Gegenüber den Blinden.“ Also machte sich
Byzas auf die Suche. Als er mit seinem Gefolge durch den
Bosporus segelte, der das Marmarameer mit dem Schwarzen
Meer verbindet, bemerkte er auf der rechten Seite eine
Kolonie namens Chalcedon am asiatischen Ufer.
Auf der linken Seite
sah er einen phantastischen natürlichen Hafen, das
Goldenen Horn. Er entschied spontan, dass dies die
Stelle sein musste, von der das Orakel gesprochen hatte.
Byzas war nämlich der Meinung, dass die Einwohner von
Chalcedon (heute der Stadtteil Kadiköy) ganz sicher
blind sein mussten, wenn sie sich an diesem Ufer
niedergelassen hatten, obwohl es doch auf der anderen
Seite so einen phantastischen Hafen gab! Also gründete
der junge Byzas seine Kolonie, Byzantium genau an dieser
Stelle: am Goldenen Horn.
Kanyon
Center Levent
Die vier Etagen der
Kanyon Shopping Mall haben ein Open-Air-Ambiente, ganz
so, wie es in den Straßen zu sehen ist. In der
Tat strebten die Projektentwickler an, den Besuchern ein
solches Gefühl zu vermitteln. Die meisten begehbaren
Bereiche sind abgedeckt und das Klima ist gesteuert.
Natürliches Licht und Freiluft mit Komfort erlauben den
Besuchern eine angenehme Atmosphäre, in der sie jede
Jahreszeit genießen können.
Die Kanyon Shopping
Mall hat dutzende Markenhersteller angeregt in der
Türkei erstmals ihre Produkte anzubieten. Wagamama, Douglas,
Bally sind einige der prestigevollen Namen.
Auf
rund 37.000 m2 Fläche befinden sich über 160
Shops, zahlreiche Restaurants, Cafés und Bars,
Entertainment mit neun Kinosälen, sowie Sport- und
Wellness-Center mit Schwimmbädern. Innerhalb des
Komplexes haben Besucher überall die Möglichkeit an der
Sonne oder am Wasserbecken zu sitzen und die frische
Luft zu genießen.
Anfahrt: Das Kanyon Center liegt an der
Büyükdere Caddesi zwischen dem 1. und dem 4. Levent. Von
Taksim aus fährt man mit der U-Bahn. Es ist die
Metro-Station Levent in unmittelbarer Nähe des Kanyon
und des Metrocity Shopping Centers. Die Linienbusse die
Richtungen ¨Maslak-Beşiktaş¨ und ¨Sarıyer-Beşiktaş¨
fahren, halten ebenfalls vor dem Kanyon.
Imbiss
in Istanbul
In jeder Jahreszeit und überall findet
man fahrbare Stände, die Simits und im Sommer Mais, im
Winter gegrillte Maronen verkaufen. Der traditionelle
gegrillten Fisch im Brot (Balık-Ekmek) wird
eindrucksvoll in Eminönü von schwankenden Booten aus
verkauft, die am Kai festgemacht sind. Gefüllte
Ofen-Kartoffeln gibt’s am besten in Ortaköy.
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Wer's gern scharf mag: "Ciğ-Köfte" |
Hamsi ist die große Delikatesse aller Türken |
Wenn Sie eine Abwechslung mit einem
echten türkischen Kaffee haben möchten, finden Sie
ihn in der Seitenstraße
von Beyoğlu Mandabatmaz, die seit 1967 frischen,
köstlichen Mokka-Kaffee servieren. Man sitzt draußen auf
alten Holzhockern und genießt im Schatten den Kaffee,
die Ruhe und Istanbul.
Lage: Istiklal Caddesi, nach dem
Galatasaray Gymnasium, 3. Straße rechts Olivya Geçidi -
erkennbar am Schild ¨Mandabatmaz¨.
Style of Istanbul
T-Shirts der Marke Ottoman Empire für
Damen und Herren mit Motiven aus der frühreren
osmanischen Zeit. Preise zwischen 28 und 37 Euro. Shop
in Teşvikiye, Şakayık Sok. No. 59/1 und im Kanyon Center
Levent.
Auch für Daheimgebliebene: Kultstatus
haben auch die Istanbul-T-Shirts von Mavi Jeans.
Inzwischen gibt es 20 verschiedene Modelle.
Rebel Moves - Weltmusiker aus Istanbul
Rebel Moves traten erstmals im Jahre
2000 auf. Sechs Musiker, beeinflusst vom Leben und der
kulturellen Vielfalt Istanbuls. Sie spielen eine
gelungene Mixtur aus Ethnic-Electronic, Afro-Beats,
Reggae und natürlich Funk. Mit ihren Songs ¨French Fries
A La Turca¨, ¨Sheep¨ und ¨Bandare¨ eroberten sie bereits
die Weltmusik-Charts. Sie wurden in 80 Ländern von rund
500 Radiostationen gespielt.
Ihre Gesangstechnik ist wie ihr Name
¨Rebellisch¨. In Englisch, Französisch, Türkisch und in
ihrer eigenen rebellischen Sprache, die niemand
verstehen muss, senden sie ihre Botschaften über
Istanbul. Istanbul, ein merkwürdiger kosmopolitischer
Ort, der die Lebensweise und -erwartungen und eben auch
die Musik beeinflusst.
Gecekondu – ein über Nacht gebautes Haus
In Istanbul trifft man auch auf
Gegenden, denen der ehemalige Gecekondu-Charakter (über
Nacht gebaute Häuser) anzusehen ist. Dabei handelt es
sich um kleine Häuser, die ohne jegliche Genehmigung
gebaut wurden, meistes sogar auf städtischen
Grundstücken.
Einige dieser Gecekondus sind
mittlerweile zu Appartments umgebaut worden. Das System
ist, dass der Besitzer eines Gecekondu einerseits und
ein als Bauherr auftretender Partner andererseits
gemeinsam ein Haus errichten, wovon dann einige
Wohnungen für den Eigenbedarf verwendet werden, während
man die restlichen verkauft oder vermietet. Der Ertrag
des Geschäftslokals wird geteilt.
Gecekondu ist die
türkische Bezeichnung für eine primitive Unterkunft, die
auf einem staatlichen Gelände ohne Genehmigung in einem
ungeplanten Viertel am Rande einer Großstadt über Nacht
gebaut wurde.
Der Begriff geht auf ein Recht aus
osmanischer Zeit zurück: Ein Haus, das „über Nacht“ auf
öffentlichem Grund und Boden errichtet worden ist, darf
demnach nicht mehr abgerissen werden.
Die damalige
Rechtssprechung hat seine Folgen bis in die Gegenwart
erhalten. Durch die Landflucht nutzen auch die
Neuankömmlinge in der Stadt diese osmanische Regel. Um
ein Haus in einer Nacht errichten zu können, packen in
der Regel viele Leute, die aus der selben Gegend sind,
d.h. vom gleichen Dorf oder Siedlung kommen, gemeinsam
an.
Sobald der zunächst
noch primitive Bau steht, wird er in der Regel nach und
nach weiter ausgebaut.
Die Gecekondus sind
illegal, also offiziell nicht gesetzmäßig , aber die
Errichtung dieser Siedlungen wurde in den früheren
Jahrzehnten auf Grund des wirtschaftlichen
Wachstums oftmals von der Stadtregierung geduldet.
Akbil – der intelligente Fahrschein
Im Alltag dieser Stadt benutzt man
einige Lösungen um das hektische Leben zu erleichtern.
Das wäre zum Beispiel AKBIL, ein
intelligenter Fahrschein. Bestehende aus einem schlanken
Plastikgriff mit Loch und einem befestigten Metallknopf,
der einen Chip enthält, bequem am Schlüsselbund zu
befestigen.
Dieser Knopf kann am Schalter oder bei
einem Automaten aufgeladen werden und gilt für sämtliche
U-Bahn-, Straßenbahn-, Autobus- und Fährbootlinien sowie
für die Funiküler (eine Art Zahnradbahn) und die kleinen
Seilbahnen, wie sie zum Beispiel zum Café Pierre Loti
hinauf oder über das Maçka-Kongresstal hinweg verkehren.
Die Seilbahn, die über diesem
sogenannten Kongresstal hin und her schwebt, wurde
hauptsächlich für die Studenten errichtet, damit sie
rechtzeitig vom Hauptgebäude der Technischen Universität
zu ihren Vorlesungen kommen.
Die Einführung des
AKBIL hat den Verkehr insgesamt reibungsloser gemacht
und beschleunigt, weil es keiner Schaffner und keiner
Kontrolleure mehr bedarf. Für die Strassenbahn an den
Haltestellen drückt man mit dem Knopf auf eine
Kontaktstelle und das Drehkreuz erlaubt den Durchgang.
Da das Verkehrsaufkommen groß ist, fahren die jeweiligen
Linien in kurzen Abständen, es ist also geradezu ein
Vergnügen, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen.
Friseur
In Istanbul gibt es eine grosse Auswahl
von Friseuren. Friseure in der Türkei sind nicht nur
Künstler, sondern auch Entertainer. Allerdings muss man
erst einmal den Blick des Meisters auf das, was man auf
dem Kopf hat, aushalten. Wo man denn seine Haare habe
schneiden lassen und wer da mit der Farbe zugange
gewesen wäre?
„Die besten Friseure gibt es in Italien
und in der Türkei. Sie gewinnen immer bei den großen
Meisterschaften.“
Sie werden nebenher
nach ihren besonderen Wünschen befragt. Aus reiner
Höflichkeit, versteht sich, denn er weiß längst, was er
mit Ihnen machen wird und Sie wissen, dass es am besten
ist, ihm freie Hand zu lassen. Schließlich ist er jetzt
der Kreative von Ihnen beiden.
Den
Kopf massierend, erzählt er alle möglichen
Geschichten... Schon die Art, wie er die Schere hält und
damit den Haaren näherkommt.... Keine Angst, er
schneidet nur weg, was Ihnen nicht steht!
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