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Bei der Eröffnung der Großen Türkischen
Nationalversammlung wurde am 23.April 1920 in Ankara
Mustafa Kemal zum Parlamentspräsidenten gewählt. Dieses
Parlament leitete nun im Namen der Nation den nationalen
Befreiungskampf gegen die Mitglieder der Entente, weil
die Regierung in Istanbul am 10. August 1920 das
Abkommen von Sèvres unterzeichnet hatte, das die Türkei
aus das Schwerste benachteiligt hätte. Als türkischer
Staat sollte lediglich ein kleiner Teil von Anatolien
verbleiben, während das Land unter der finanziellen und
militärischen Kontrolle der Entente verbleiben sollte.
Die Regierung in Ankara unter Mustafa Kemal ignorierte
den Vertrag von Sèvres.
Unter dem Oberkommando von Kazım Karabekir wurde der
Kampf gegen die Armenier in Ostanatolien geführt. Diese
wollten dort einen unabhängigen Staat gründen wollten,
waren aber die Verlierer.
Das erste internationale Abkommen, welches das Türkische
Parlament unterzeichnete, war am 2. Dezember 1920 das
Abkommen von Gümrü mit Russland.
Am 15. Mai 1990 wurde an der Westfront die Stadt İzmir
von den Griechen besetzt, die daraufhin weiter in das
ägäische Hinterland vorrückten. Bei İnönü wurden sie
aber in 2 Schlachten im Januar und April 1921
aufgehalten und erlitten dann im August und September
bei der Schlacht am Sakarya eine empfindliche
Niederlage.
Auf Grund eines im Oktober 1921 in Ankara geschlossenen
Abkommens zogen sich die Franzosen aus Adana und
Umgebung zurück.
Darauf hin konnten sich die türkischen Streitkräfte auf
den Kampt mit den Griechen an der Westfront
konzentrieren. Die Griechen erlitten im August und
September eine für sie vernichtende Niederlage, am 9.
September wurde İzmir von den Türken zurück erobert.
Die Gründung der Republik Türkei wurde durch diesen
militärischen Erfolg erheblich beschleunigt.
Die Entente-Staaten und die Regierung in Ankara
unterzeichneten am 11. Oktober 1922 ein
Waffenstillstandsabkommen, das später zu den
Verhandlungen über ein Friedensabkommen in Lausanne
(Schweiz) führte. Die Entente-Staaten wollten zu diesen
Verhandlungen auch die Regierung in Istanbul einlade,
das führte jedoch zur Abschaffung des Sultanats. Am 1.
November 1922 beschloss das Türkische Parlament die
Trennung von Kalifat und Sultanat und schaffte das
Sultanat ab. Darauf hin verließ am 17. November 1922der
letzte osmanische Sultan Mehmed VI. (Vahideddin)
Istanbul.
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Das Osmanische Reich
| Die Osmanische Kultur und Zivilisation
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Das Friedensabkommen von Lausanne (24. Juli 1923)
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