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   Der nationale Befreiungskrieg von 1919 - 1923

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Als die Siegermächte entsprechend dem Waffenstillstands-abkommen von Mondros das  Gebiet des osmanischen Reichs unter sich aufgeteilt hatten, bildeten sich in Anatolien und Thrazien Unabhängigkeitsbewegungen.

Dabei wurden Widerstandsgruppen gebildet, die unter Führung von Mustafa Kemal einen vierjährigen nationalen Befreiungskrieg begannen, als dieser als Armeeinspektor am 19. Mai 1919 in Samsun landete. Am 22. Juni 1919 wurde in Amasya ein Erlass veröffentlicht

Die Tripple Entente, das Militärbündnis zwischen dem Vereinigten Königreich, Frankreich und Russland besetzte am 16.März 1920 Istanbul und löste das Osmanische Parlament auf. Einige Abgeordnete konnten nach Ankara fliehen und sich der nationalen Freiheitsbewegung anschließen, andere konnten untertauchen oder wurden verhaftet.
 

Bei der Eröffnung der Großen Türkischen Nationalversammlung wurde am 23.April 1920 in Ankara Mustafa Kemal zum Parlamentspräsidenten gewählt. Dieses Parlament leitete nun im Namen der Nation den nationalen Befreiungskampf gegen die Mitglieder der Entente, weil die Regierung in Istanbul am 10. August 1920 das Abkommen von  Sèvres unterzeichnet hatte, das die Türkei aus das Schwerste benachteiligt hätte. Als türkischer Staat sollte lediglich ein kleiner Teil von Anatolien verbleiben,  während das Land unter der finanziellen und militärischen Kontrolle der Entente verbleiben sollte.

Die Regierung in Ankara unter Mustafa Kemal ignorierte den Vertrag von  Sèvres.

Unter dem Oberkommando von Kazım Karabekir  wurde der Kampf gegen die Armenier  in Ostanatolien geführt. Diese wollten dort  einen unabhängigen Staat gründen wollten, waren aber die Verlierer.

Das erste internationale Abkommen, welches das Türkische Parlament unterzeichnete, war am 2. Dezember 1920 das Abkommen von Gümrü mit Russland.

Am 15. Mai 1990 wurde an der Westfront die Stadt İzmir von den Griechen besetzt, die daraufhin weiter in das ägäische Hinterland vorrückten. Bei  İnönü wurden sie aber in 2 Schlachten im Januar und April 1921 aufgehalten und erlitten dann im August und September bei der Schlacht am Sakarya eine empfindliche Niederlage.

Auf Grund eines im Oktober 1921 in Ankara geschlossenen Abkommens zogen sich die Franzosen aus Adana und Umgebung zurück.

Darauf hin konnten sich die türkischen Streitkräfte auf den Kampt mit den Griechen an der Westfront konzentrieren. Die Griechen erlitten im August und September eine für sie vernichtende Niederlage, am 9. September wurde İzmir von den Türken zurück erobert.

Die Gründung der Republik Türkei wurde durch diesen militärischen Erfolg erheblich beschleunigt.

Die Entente-Staaten und die Regierung in Ankara unterzeichneten am 11. Oktober 1922 ein Waffenstillstandsabkommen, das später zu den Verhandlungen über ein Friedensabkommen in Lausanne (Schweiz) führte. Die Entente-Staaten wollten zu diesen Verhandlungen auch die Regierung in Istanbul einlade, das führte jedoch zur Abschaffung des Sultanats. Am 1. November 1922 beschloss das Türkische Parlament   die Trennung von Kalifat und Sultanat und schaffte das Sultanat ab. Darauf hin verließ am 17. November 1922der letzte osmanische Sultan Mehmed VI. (Vahideddin)  Istanbul.

 

 

 

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